Der Zuständigkeitsfinder für Hessen: Was erledige ich wo?

Leistungen A-Z

Gefährliche Hunde - Hanau, Brüder-Grimm-Stadt

Leistungsbeschreibung

Alle Bundesländer haben Gesetze bzw. Verordnungen zur Abwehr der von Hunden ausgehenden Gefahren erlassen. Da die Gefahrenabwehr in die Kompetenz der Länder fällt, sind die Regelungen der Bundesländer unterschiedlich.
In Hessen sind alle Hunde so zu halten und zu führen, dass von ihnen keine Gefahren für die öffentliche Sicherheit, also für das Leben und die Gesundheit von Menschen oder Tieren ausgehen. Hunde dürfen außerhalb des eingefriedeten Besitztums der Halterin oder des Halters nicht unbeaufsichtigt laufen gelassen werden.

Für die Haltung eines gefährlichen Hundes wird eine Erlaubnis benötigt. Als gefährlich gelten unabhängig von ihrer Rassezugehörigkeit solche Hunde, die eine gesteigerte Aggressivität aufweisen oder die auffällig geworden sind. Ferner sind Hunde folgender Rassen als gefährlich anzusehen: Pitbull-Terrier oder American Pitbull Terrier, American Staffordshire-Terrier oder Staffordshire Terrier, Staffordshire-Bullterrier, Bullterrier, American Bulldog, Dogo Argentino, Kangal (Karabash), Kaukasischer Owtscharka und Rottweiler. Erfasst werden auch Kreuzungen untereinander oder mit anderen Hunden.

Im Rahmen des Erlaubnisverfahrens sind u. a. die Fähigkeit des Hundes zu sozialverträglichem Verhalten durch einen Wesenstest sowie die Geeignetheit und Zuverlässigkeit der Halterin oder des Halters nachzuweisen.

Die Einfuhr bzw. Verbringung gefährlicher Hunde in das Bundesgebiet ist durch das Gesetz zur Bekämpfung des Verbringens oder der Einfuhr gefährlicher Hunde in das Inland geregelt.
 

Spezielle Hinweise für - Gemeinde Hanau, Brüder-Grimm-Stadt

Welche Hunderassen gehören zu den Gefährlichen Hunden

  • American Pitbull Terrier oder Pit Bull Terrier,
  • American Staffordshire Terrier oder Staffordshire Terrier,
  • Staffordshire Bullterrier,
  • Bullterrier
  • American Bulldog
  • Dogo Argentino
  • Kangal (Karabash)
  • Kaukasischer Owtscharka
  • Rottweiler

sowie Kreuzungen dieser Rassen untereinander oder mit anderen Hunden

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Erlaubnis zur Haltung Gefährlicher Hunde

Die Haltung eines Hundes dieser Rassen bedarf einer Erlaubnis, die auf 4 Jahre befristet werden kann, wenn folgende Unterlagen vorliegen:

  • ausgefülltes und unterschriebenes Antragsformular,
  • Vollendung des 18. Lebensjahres des Halters/der Halterin,
  • Nachweis der Zuverlässigkeit durch Vorlage eines aktuellen Führungszeugnisses,
  • Nachweis der Sachkunde,
  • Nachweis über die fristgerechte Zahlung der Hundesteuer,
  • Nachweis der Wesensprüfung des Hundes durch einen anerkannten Sachverständigen,
  • Nachweis über das Anbringen eines Chips am Hund (Identifizierung des Hundes mit einer geeigneten elektronisch lesbaren Marke durch einen Tierarzt),
  • Nachweis über den Abschluss einer Haftpflichtversicherung über mind. 500.000 €.
Der Antrag auf Erteilung oder Verlängerung einer Erlaubnis nach der HundeVO steht oben zum downloaden zur Verfügung. Ebenso finden sie die derzeit aktuelle Liste der anerkannten Hundesachverständigen.

Zum Erlaubnisverfahren selbst erhalten Sie Auskunft unter der Telefonnummer: 06181/295-455 oder per e-mail oder Fax 06181/295-1622

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Liste von anerkannten Hundesachverständigen (auf der Internet-Seite des RP-Darmstadt)

An wen muss ich mich wenden?

Zuständige Behörde sind die Bürgermeister (Oberbürgermeister) als örtliche Ordnungsbehörden

Spezielle Hinweise für - Gemeinde Hanau, Brüder-Grimm-Stadt

Regierungspräsidium Darmstadt
Luisenplatz 2
64278 Darmstadt
Tel: 06151 /120
Fax: 06151 /12 6313

Weitere Informationen und Aktuelles zum Thema gefährliche Hunde erhalten Sie vom Regierungspräsidium Darmstadt über

www.rp-darmstadt.hessen.de

zuständige Stelle

Welche Gebühren fallen an?

Für die Erteilung der Erlaubnis werden Gebühren nach Nr. 45 des Verwaltungskostenverzeichnisses zur Verwaltungskostenordnung für den Geschäftsbereich des Ministeriums des Innern und für Sport erhoben. Darüber hinaus entstehen in der Regel Kosten für die Sachkundeprüfung und die Wesensprüfung.

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Wie hoch sind die Kosten für Gefährliche Hunde?

Die Stadt Hanau erhebt gem. § 3 der Hundesteuersatzung der Stadt Hanau inklusive 1. Nachtrag vom 18.02.2013 folgende Hundesteuersätze:

  • Erster Hund 80,00 €
  • Zweiter Hund 150,00 €
  • und jeder weitere Hund 200,00 €
  • Gefährlicher Hund gem. GefahrenabwehrVO 500,00 €

Was sollte ich noch wissen?

Weitere Informationen zur Sachkunde- und Wesensprüfung erhalten Sie im Internetauftritt  des Regierungspräsidiums Darmstadt unter Hundeverordnung/Standards Sachkunde- u. Wesensprüfungen.

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Häufige Fragen

Kann ich mit einem “Kampfhund” Gassi gehen?

Gemäß § 8 der HundeVO muss jeder Führer, der nicht gleichzeitig Halter eines gefährlichen Hundes ist, der Ordnungsbehörde nachweisen, daß er sachkundig ist und das 18. Lebensjahr vollendet hat. Körperliche und geistige Fähigkeiten einen gefährlichen Hund zu führen sind ebenfalls Voraussetzung.
Auch der Führer eines gefährlichen Hundes muss die Erlaubnis und den Sachkundenachweis beim Ausführen mit sich führen.

Wann verstoße ich gegen die HundeVO?

Das Halten von gefährlichen Hunden ohne entsprechende Erlaubnis stellt einen Straftatbestand dar und wird bei Feststellen unverzüglich der Staatsanwaltschaft mitgeteilt.
Fragen hierzu sollten direkt und einzelfallbezogen mit dem Ordnungsamt - Ansprechpartner siehe oben – besprochen werden.

Verstöße gegen die genannten Verordnungen stellen Ordnungswidrigkeiten dar und können mit Geldbußen bis zu 5.000,-- Euro geahndet werden.

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Bemerkungen

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Leinenzwang
In Hanau gibt es zwei Satzungen, die den Leinenzwang für Hunde regeln.
Innerhalb der Bebauung ganzjährig gilt die Gefahrenabwehrverordnung, 4. Nachtrag § 12 der Verordnung zur Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung.
Im Außenbereich gilt aus Naturschutzgründen die Leinenzwangsatzung während der Brut- und Setzzeit vom 1. März bis 30. Juni

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Gefahrenabwehrverordnung
Leinenzwangssatzung
Weitere Informationen zu Leinenzwang für Hunde

Regeln zum Halten und Führen von Hunden

Für das Halten und Führen von Hunden gilt:

  • Der Hund hat ein Halsband mit Name und Anschrift der Halterin/des Halters und der Telefonnummer zu tragen.
  • Allgemeiner Leinenzwang (Leine bis max. 2m) bis zum Nachweis eines positiven Wesenstestes; im übrigen gilt für alle Hunde Leinenzwang bei: öffentlichen Versammlungen, Aufzügen, Volksfesten, Märkten, Messen und sonstigen Veranstaltungen mit Menschenansammlungen, sowie in Gaststätten und öffentlichen Verkehrsmitteln.

  • Hunde sind verboten auf Rasenflächen, Anpflanzungen, Liegewiesen. Kinder-spielplätzen, Bolzplätzen und in Weihern und Planschbecken; öffentliche Wege und Plätze dürfen nicht durch Hundekot verunreinigt werden.
  • Einen gefährlichen Hund darf gem. § 8 HundeVO nur Führen, wer das 18. Lebensjahr vollendet hat, den Nachweis der Sachkunde besitzt und körperlich und geistig in der Lage ist, den Hund sicher und so zu führen, dass von ihm keine Gefahr für Leben oder Gesundheit von Menschen oder Tieren ausgeht.
  • Der Stadt Hanau, Ordnungsamt, ist innerhalb einer Woche anzuzeigen:
  • Zucht, Kreuzung, Handel, Erwerb, Abgabe und Aufgabe der Haltung des gefährlichen Hundes unter Angabe von Namen, Anschriften neuer und früherer Halterinnen und Halter und der Ort der Haltung des Hundes,
  • Zuzug, Wegzug oder Umzug der Halterin/des Halters eines Hundes sowie dessen Abhandenkommen oder Tod.


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Erlaubnispflicht für andere Hunderassen

Jeder andere Hund kann zu einem erlaubnispflichtigen Hund nach der HundeVO werden, wenn er:

  • einen Menschen gebissen oder in Gefahr drohender Weise angesprungen hat, sofern dies nicht aus begründetem Anlaß geschah,
  • ein anderes Tier durch Biss geschädigt hat, ohne selbst angegriffen worden zu sein, oder der einen anderen Hund trotz dessen erkennbarer artüblicher Unter-werfungsgestik gebissen hat oder
  • durch sein Verhalten gezeigt hat, daß er unkontrolliert andere Tiere hetzt oder reisst oder
  • aufgrund ihres Verhaltens die Annahme rechtfertigen, dass sie Menschen o. Tiere ohne begründeten Anlass beissen.

Hunde, die durch obengenannte. Vorfälle auffällig wurden, werden durch die Ordnungsbehörde schriftlich zu einem erlaubnispflichtigen Hund erklärt. In einem solchen Fall sind ebenfalls alle Unterlagen/Nachweise der Erlaubnisbehörde vorzulegen.

Für alle erlaubnispflichtigen Hunde gilt:

  • Die Erlaubnis oder der durch die Stadt Hanau ausgestellte Hundepass sind beim Ausführen des Hundes mitzuführen und auf Verlangen vorzuzeigen.

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Zuständige Stelle:

Stadt Hanau - Allgemeines Ordnungsrecht / Gewerbe

Besucheranschrift:
Steinheimer Straße 1b
63450 Hanau, Brüder-Grimm-Stadt
Postfach:
Postfach 1852
63408 Hanau, Brüder-Grimm-Stadt
Fax:
06181 295-1622
E-Mail:
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag von 8.30 Uhr bis 12.00 Uhr Mittwoch Nachmittag 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr Montag geschlossen!

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Formulare für Stadt Hanau - Allgemeines Ordnungsrecht / Gewerbe:

  • Gefährliche Hunde, Erlaubnis
    • Externe Internetadresse: Formular 'Gefährliche Hunde, Erlaubnis'

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